Alexandra Koch

Unknown

Ich arbeite schon seit einigen Jahren im Theaterbereich: als Schauspielerin auf der Bühne, als Regisseurin vor der Bühne, als Autorin am Schreibtisch, als Theaterpädagogin unter Spielenden. Leider nehme ich immer noch einen Werteunterschied zum sogenannten Erwachsenentheater wahr.  Selbst an Literaturinstituten ist die Sparte „Kinder- und Jugendliteratur“ kaum existent. Durch meine langjährige Arbeit mit jungen Menschen weiß ich, wie wichtig die kreative Arbeit ist, durfte positive Entwicklungen durch sie erleben. Mir ist es ein Anliegen, die Gleichwertigkeit beider Genres herzustellen.  Theater ist ein Ort der Echtzeit, der Reibung, der stillen Momente und der lauten, es kann junge Menschen berühren und ältere. Ich bin sehr gerne Teil dieses komplexen Prozesses, in dem verschiedene Künste im besten Fall zusammenarbeiten.

Alexandra Koch

Alexandra Koch ist Autorin, Theaterpädagogin und Regisseurin. Sie schreibt vor allem Theaterstücke und Prosa, beides für Erwachsene und auch für junges Publikum. Ihre Texte wurden in Theatern gespielt (u.a. Dschungel Wien/ Kleines Theater Salzburg/ Landestheater Niederösterreich) bzw. in Zeitschriften veröffentlicht (u.a. Lichtungen/ Jenny/ Edition Goldstück). Für ihr Schreiben erhielt sie einige Preise und Stipendien. Zum Beispiel das Mira-Lobe-Stipendium, das Dramatikerinnen-Stipendium, das Peter-Turrini-Stipendium  oder den Rauriser Förderpreis für Literatur. Alexandra hält seit zehn Jahren Theater- und Schreibworkshops für den Kulturverein Gutgebrüllt und in diversen Schulen in Wien. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen, vor allem die Zugänglichkeit, in den Bereichen Schreiben und Theaterspielen hält sie für unglaublich wichtig! Als diplomierte Pädagogin liegt ihr die Arbeit mit Menschen sehr am Herzen.  Derzeit macht sie ihren Master am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

COSMO SUPERHELD (8+)

Cosmo muss sich viel allein beschäftigen. Seine Mutter arbeitet ständig im Altersheim, in dem auch sein Opa liegt. Dort kommt er nach der Schule hin und bleibt bis zum Abend. In seiner Vorstellung ist Cosmo ein Superheld. Seine Botengänge im Haus verwandelt er in Geheimaufträge, unerwünschte Umarmer werden zu lebensbedrohlichen Bösewichten und überhaupt kommen ständig Notfälle rein. Und dann gibt es ganz plötzlich Konkurrenz im »Laden«, wie Cosmo das Altersheim nennt: Die Neue heißt Lila, hat eine grüne Haarsträhne und kassiert pro Tag zwei Lächeln mehr von den Alten als er. Und außerdem konnte sie den Wackelpudding von Frau Aniza klauen und das ist eigentlich quasi unmöglich. Was jetzt? Cosmo bleibt nichts anderes übrig, als immer öfter den Superhelden-Umhang beiseite zu legen und sich dem echten Leben zu stellen.

 

NISTEN

Der Text behandelt das Thema Leihmutterschaft aus unterschiedlichen Perspektiven: die der Leihmütter in prekärer Lage, der Bestelleltern, der Agenturen. Eingebettet sind die Geschichten in eine Märchenwelt, die die Macht-Strukturen dieses Gewerbes widerspiegelt. Den roten Faden bildet ein Schwesternpaar – die ältere bittet die jüngere ihr Kind auszutragen, da sie selbst es nicht kann. 

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