Petra Wüllenweber

 

Ich liebe es Geschichten zu erzählen – Geschichten, die uns zum Lachen, Weinen und vor allem zum Nachdenken bringen. Und am liebsten tue ich das im Theater.
Vor einigen Jahren suchte ich als Regisseurin zusammen mit einem künstlerischer Leiter ein Theaterstück zum Thema Alzheimer, doch wir fanden keines. Deshalb schrieb ich „Am Horizont“ – die Geschichte eines Jungen, der seinen Opa allmählich an die Krankheit verliert. Es folgten weitere Schreibaufträge von andern Intendanten, z.B. „Restglühen“ zum Thema Burnout oder, ganz aktuell: „Auf Eis“ zum Thema Crystal Meth. Mir ist es wichtig, als Theatermacherin „am Puls der Zeit“ zu sein und mit den Zuschauern in einen Dialog zu kommen. Denn diese Möglichkeit bietet uns das Theater – also, nutzen wir sie!

Petra Wüllenweber wurde 1971 in Saarbrücken geboren, studierte zwei Semester Germanistik an der Universität des Saarlandes und von 1992 bis 1996 Regie an der Theaterakademie in Ulm. Dort war sie Mitgründerin und Regisseurin des Theater Zeitsprung. Anschließend war sie von 1997 bis 2000 Regieassistentin und Regisseurin an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach.
Seit Herbst 2000 arbeitet Petra Wüllenweber als freie Regisseurin u.a. in Regensburg, Heilbronn, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Bremen, Linz und Hildesheim.
Ihre Inszenierungen wurden für diverse Preise nominiert und zu Festivals eingeladen.
Zudem ist Petra Wüllenweber als Autorin tätig. Ihre Theaterstücke “Am Horizont” und “Zur Zeit nicht erreichbar” wurden für den Mülheimer KinderStückePreis 2010 bzw. 2012 nominiert. Ihr Auftragswerk zum Thema Burnout („Restglühen“) hat sie im Mai 2015 selber in Hildesheim zur Uraufführung gebracht. Und für das Theater Bamberg schreibt sie das Stück „Auf Eis“, das im März 2016 uraufgeführt wird.

 

UND MORGEN?

In letzter Sekunde verhindert Alex, dass Eileen beim Schwarzfahren erwischt wird. Alex ist anders als die Jungs in Eileens Klasse. Er weiß, was er will. Und er hat ein Geheimnis. Eileen ist fasziniert von der Welt, die sie durch ihn kennenlernt. Doch passt Alex in ihr Leben? Marvin, ein Mitschüler Eileens, beobachtet eifersüchtig die Begegnungen zwischen den beiden. Als er eines Nachts Alex Geheimnis entdeckt, weiß Marvin, wie er das für seine Zwecke nutzen kann. Doch Alex will sich nicht manipulieren lassen. Als er versucht, sich Marvins Einfluss zu entziehen, eskaliert die Situation. Nun müssen sich alle drei entscheiden, welchen Weg sie bereit sind zu gehen.

Im Theaterstück „Und morgen?“ sind drei sehr unterschiedliche Jugendliche auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. Sie machen ungewöhnliche Erfahrungen, testen ihre Grenzen aus und treffen wichtige Entscheidungen. Dabei begegnen sie den Fragen: Was zählt wirklich im Leben? Was macht einen Menschen wertvoll? Und kann ich selber bestimmen, welchen Weg ich gehe?